Yoga Nidra und Meditation: Gemeinsamkeiten und Unterschiede
Yoga Nidra: Wirkungen, Informationen und Anleitungen
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Meditation versus Yoga Nidra

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​Die Gedanken kommen einfach nicht zur Ruhe. ​Innere Unruhe, Ängste und Selbstzweifel, Schlafstörungen und negative Gedankenspiralen - viele Menschen leiden unter ihren Gedanken und wissen nicht wie sie aus dem Teufelskreis von unruhigen und negativen Gedanken ausbrechen sollen.

Dabei gibt es einen einfachen Weg: Meditation oder Yoga Nidra.

​Sowohl Yoga Nidra als auch die Meditation trainieren den Geist und haben das Ziel die Gedanken zur Ruhe zu bringen. Doch worin unterscheiden sich diese beiden Methoden voneinander und was sind die Vor- und Nachteile?

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Das Wesen der Meditation

​Meditation im Sinne von Yoga ist das Zur Ruhe bringen der Gedanken im Geist. Im Raja Yoga, dem Yoga des Geistes sagt der weise Patanjali in den Yoga Sutras genau dies. Und weiter sagt er: "Dann ruht der Sehende in seinem wahrem Geist."

Die ständigen Gedankenwellen (Vrittis) in unserem Kopf machen uns ganz verrückt und durcheinander. Wie in einem von Schlamm aufgewirbelten See, können wir nicht mehr den Grund - unser wahres Wesen erkennen.

​Wenn unsere Gedanken sehr unruhig sind, können wir nicht mehr klar (und objektiv) sehen. Der Blick auf uns und unsere Umwelt ist getrübt.

​Konzentration und Achtsamkeit sind die beiden wesentlichen Elemente in der Meditation.

Nachdem die Sinne so weit wie möglich zurückgezogen sind (​Pratyahara) beginnen man sich auf das Meditationsobjekt zum Beispiel der Atem oder ein Mantra zu konzentrieren.

Konzentrationsfähigkeit-Dauer

Früher oder später, in den meisten Fällen schon nach wenigen Sekunden schweift der Geist von dem Meditationsobjekt wieder ab und man verliert sich in den auftauchenden Gedanken.

Dieses Abschweifen möglichst rechtzeitig zu erkennen ist das Training des zweiten wesentlichen Elementes in der Meditation - der Achtsamkeit.

Beim Achtsamkeitstraining lernen wir unsere Gedanken und die damit verbundenen Gefühle und Emotionen zu beobachten, ohne ihnen direkt ausgeliefert zu sein. Wir nehmen eine neutrale Beobachterposition ein und unterbrechen damit die Reiz-Reaktionskette die im Normalfall unbewusst abläuft.

​Achtsamkeit nimmt unserem Unterbewusstsein die Macht über unser Verhalten.

Die grundlegenden Elemente von Yoga Nidra

​Während in der Meditation eher passiv früher oder später durch Konzentration und Beobachten ein Zustand der wahren Erkenntnis (Samadhi) erreicht wird, ist Yoga Nidra eine eher aktive Technik in der ganz bewusst und gezielt das Unterbewusstsein geformt bzw. neu programmiert wird.

​Wie auch in der Meditation geht es beim Yoga Nidra zunächst um das Zurückziehen der Sinne und um die Entwicklung der Konzentrationsfähigkeit.

Das Ziel beim Yoga Nidra ist es zunächst ebenfalls die Gedanken zur Ruhe zu bringen.

Dazu beginnt Yoga Nidra mit einer Tiefenentspannung von außen (Körper) nach innen (Geist). In diesem entspannten und beinahe gedankenlosen Zustand bedindet sich der Geist im sogenannten Alpha Zustand in dem die Gehirnwellen nur noch sehr langsam schwingen.

​In diesem Zustand ist unser Geist sehr aufnahmefähig und es gibt einen direkten Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Jetzt beginnt Yoga Nidra mit verschiedenen Techniken und Methoden das Unterbewusstsein zu beeinflussen.

​Im ersten Schritt findet das "Körperkreisen" statt, welches seinen Ursprung in der Technik aus dem Tantra, dem ​Nyasa hat. Dabei wechselt die Aufmerksamkeit sprunghaft von recht nach links zu verschiedenen Körperteilen.

Damit werden die rechte und linke Gehirnhälft wechselseitig stimuliert und die Aufmerksamkeit wird bewusst gesteuert.

In einem zweiten Schritt werden bewusst Gefühle und Emotionen aus dem Unterbewusstsein an die Oberfläche geholt, um sie dort zu verarbeiten bzw. auflösen zu können.

In einem letzten Schritt werden in unserem Unterbewusstsein mentale Bilder erzeugt. Durch eine gezielte Auswahl dieser mentalen Bilder kann so direkt das Bewusstsein neuprogrammiert werden.

​Die Technik der mentalen Bilder funktioniert, da unser Gehirn nicht unterscheiden kann zwischen Dingen die tatsächlich passiert sind und solchen, die wir uns eben nur im Geist vorgestellt haben.

​Yoga Nidra beeinhalte die wesentlichen Elemente der Meditation geht aber darüberhinaus einen eher aktiveren Weg zur direkten Beeinflussung des Unterbewusstseins.

Elemente-von-Yoga-Nidra

​Vor- und Nachteile von  Yoga Nidra und Meditation

​Meditation ist ein Weg der zu sehr tiefen Erkenntnissen führen kann.

​Meditieren und das ruhige Sitzen fällt vielen Menschen gerade am Anfang sehr schwer.

​"Richtiges" Meditieren will gelernt sein und bedarf einer guten Anleitung

​Meditation ist​ ein direkter, aber nicht einfacher Weg zu tiefem inneren Glück.

​Eine regelmäßige Meditationspraxis erfordert ein gewisses Maß an Disziplin

​​Yoga Nidra arbeitet direkt und aktiv mit dem Unterbewusstsein.

​​Yoga Nidra kann von allen Menschen ohne Probleme durchgeführt werden.

​​​Yoga Nidra kann leichter in den Alltag integriert werden, da es idealerweise Abends vor dem Schlafengehen praktiziert wird.

​Yoga Nidra kombiniert verschiedene mentale Techniken wie Bodyscan, Achtsamkeitstraining und mentale Bilder.

​​Yoga Nidra kann zielgerichtet eingesetzt werden. Je nach Bedarf gibt es Anleitung bei Schlafproblemen, zur Heilung und Stärkung des Immunsystems, bei Ängsten oder sonstigen psychischen Problemen.

About the Author shambu

Yogalehrer (BYV), Meditationskursleiter, Entspannungskurstrainer, Kursleiter mentales Training und Gedankenkraft

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